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Ein Röntgenbild zeigt Karies,
die sich im Zahnzwischenraum gebildet hat (vergl. Pfeilmarkierungen).
Äußerlich betrachtet erscheinen solche Zähne
häufig völlig intakt.
Erst ein Röntgenbild macht den eingetretenen Schaden
sichtbar. Der Patient hatte keinerlei Schmerzen, obwohl die
Karies an zwei Zähnen den Zahnnerv schon fast erreicht
hatte.
Bei regelmäßiger Pflege mit Zahnseide können
solche Schäden vermieden werden.
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Kunststoffüllungen
haben zwar (zunächst) ein zahnfarbenes Aussehen. Sie
sind aber für den Kauflächenbereich der Seitenzähne
ungeeignet. Sie halten dem Kaudruck nicht dauerhaft
stand und bilden schnell Randspalten. Es kommt deshalb sehr
leicht zur Kariesentstehung unter den Füllungen (Sekundärkaries). |
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Im Zahnzwischenraum überstehende
Füllungen machen eine Reinigung in diesem Bereich
unmöglich. Speisereste sammeln sich in den entstandenen
Schmutznischen.
Neben einer Wurzelkaries (vergl. Pfeilmarkierung) ist es zu
einer Schädigung des Zahnhalteapparates
(Parodontitis/Parodontose - vergl. Pfeilmarkierung) gekommen,
der Knochen hat sich um einige Millimeter abgebaut. Die Patientin
hatte keine Schmerzen, ihr fiel nur der "schlechte Geschmack"
in diesem Bereich auf.
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Das Röntgenbild zeigt eine
schlecht sitzende Krone, die Kronenränder stehen
breit vom Zahn ab.
Abstehende Kronenränder sind Schmutznischen, die einer
Reinigung kaum zugänglich sind. Außerdem wäscht
der Zement, mit dem die Krone befestigt ist, sehr leicht aus;
so ensteht ein Hohlraum zwischen Krone und Zahnsubstanz. Folgen
sind meist eine versteckte Kariesbildung unter der Krone und
eine Zahnfleischentzündung im Bereich des Kronenrandes
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Nach Abnahme der Krone wird eine
tiefe Karies sichtbar. Im Röntgenbild wird diese von
der Krone verdeckt, ist also nicht sichtbar.
Nicht glatt anliegende Füllungen oder Kronen wirken
sich schädigend auf Zahn und Zahnhalteapparat aus: Im
Bereich der abstehenden Ränder kann schlecht gereinigt
werden; es bilden sich Schlupfwinkel für karies-
und Parodontose verursachende Bakterien. Die Schäden
bleiben meist viele Jahre verborgen, wenn sie nicht frühzeitig
diagnostiziert werden.
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Dünne Zahnhöcker
sind bruchgefährdet. Sie müssen deshalb
mit einer zahnärztlichen Restauration so abgedeckt oder
verklebt werden, daß diese Gefahr ausgeschlossen ist.
Die langfristig sichere Versorgung eines solchen Zahnes
ist nur mit einer vollkeramischen Teilkrone oder einem Goldonlay
gewährleistet.
Abbildung Links:
Gebrochener Zahnhöcker an einem mit einer Gußfüllung
(Inlay) versorgten Zahn.
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Liegt eine Schädigung
des Zahnnervens oder eine Entzündung an der Wurzelspitze
vor, dann ist zum Zahnerhalt eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich.
Anzahl, Verlauf und exakte Länge der Wurzelkanäle
müssen hierzu festgestellt werden. Die Kanäle müssen
mit speziellen, zum Teil von Hand individualisierten Feilen
erweitert und geglättet werden. Schließlich müssen
die Kanäle vollständig und mit hoher Dichtigkeit
abgefüllt werden, damit keine bakteriell infizierten
Hohlräume zurückbleiben. Kontrollen mit Röntgenbildern
sind erforderlich. Insgesamt sind zwei bis drei Sitzungen
notwendig - manchmal, insbesondere wenn der die Wurzelspitze
umgebende Knochen bereits infiziert ist, auch mehr als drei
Sitzungen.
Abbildung links:
Kontrollröntgenbild einer Wurzelfüllung an einem
hinteren Backenzahn.
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Ein sorgfältig wurzelgefüllter
Zahn kann genauso dauerhaft und risikolos erhalten bleiben
wie einer mit intaktem Zahnnerv. Entscheidend ist jedoch,
daß der Behandler sich genügend Zeit nehmen kann,
um die Arbeit mit hoher handwerklicher Präzision durchzuführen.
Prof. Weine, ein anerkannter auf Wurzelkanal-Behandlungen
spezialisierter Zahnarzt aus Chicago, rechnet für die
Behandlung eines Wurzelkanales mit circa 60 Minuten (bei einem
dreiwurzeligen Backenzahn also etwa drei Stunden).
Selbst durch Wurzelkanalinfektionen hervorgerufene, krankhafte
Prozesse im Kieferknochen können nach einer
Wurzelkanalbehandlung meist ohne chirurgische Entfernung
der Wurzel-spitze (oder gar des ganzen Zahnes) ausheilen.
Abbildung links links: Vorderer Backenzahn
mit chronischem Entzündungsprozeß an der Wurzelspitze.
Abbildung links rechts: Ein Jahr nach Durchführung
einer Wurzelkanalbehandlung ist die Wurzelspitze entzündungsfrei
- es hat sich neuer Knochen gebildet. Damit der Zahn später
eine Krone tragen kann, mußte er zusätzlich mit
einem im Wurzelkanal verankerten Goldaufbau stabilisiert werden.
Dazu mußte der obere Teil der Wurzelfüllung entfernt
werden.
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Schneidekantenabrieb
der Frontzähne durch funktionelle Überlastung der
Zähne (hier: nächtliches Knirschen).
Charakteristisch ist, daß sich die Kauflächenüberlastung
indirekt auf die Zahnhälse auswirkt: Da der Zahn in sich
elastisch ist, kommt es im statisch schwächsten Bereich
(am Zahnhals) zu einer Ablösung von Schmelzkristallen:
Es bilden sich keilförmige Zahnhalsdefekte, und das Zahnfleisch
- und damit die darunter liegende Knochenlamelle - geht sekundär
zurück. In einem solchen Fall müssen die Ursachen
der Fehlbelastung aufgeklärt und durch eine funktionelle
Vorbehandlung behoben werden.
Zahnhalsdefekte können auch die Folgen einer falschen
Zahnputztechnik sein oder, wenn sie funktionell bedingt sind,
durch falsche Putztechnik verstärkt werden.
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Kiefergelenkbewegungen,
Kaumuskulatur und die Kauflächen der Zähne sind
einem komplizierten funktionellen Zusammenspiel unterworfen.
Das Kiefergelenk ist sozusagen die Drehachse beim Aufeinandergleiten
der Kauflächen. Bei Unterkieferbewegungen müssen
die Mahlkontakte der Zähne deshalb mit den Bewegungsbahnen
der Kiefergelenke harmonieren.
Störkontakte oder eine falsche Zusammenbißlage
können langfristig zu Schäden am Kiefergelenk (Gelenkknacken,
Schäden am Gelenkknorpel etc.) und an den Zähnen
(z.B. Schmelzabrieb durch Knirschen, Parodontose und Zahnwanderungen/Lückenbildung
durch Fehlbelastung) führen. In manchen Fällen klagen
die Betroffenen über unerklärliche Kopfschmerzen
und Verspannungen im Kaumuskel- und Nackenbereich. Meist sind
sich die Patienten - auch durch Gewöhnung an den bestehenden
Zusammenbiß - der Schädigung nicht bewußt.
Abbildung links:
Restaurationen aus Gold oder Keramik werden in einem Gelenksimulator
hergestellt, weil die Formung der Kauflächen wesentlich
von den Bewegungen des Kiefergelenkes abhängt. Der Zusammenbiß
kann so individuell und naturgemäß gestaltet werden
und nicht nur 'nach Gefühl' oder nach Durchschnittswerten.
Dieses funktionell orientierte Arbeiten trägt wesentlich
zur dauerhaften Gesunderhaltung der Zähne bei. Fehlbelastungen
können so gezielt beseitigt und vermieden werden.
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Bei krankhaften Veränderungen
des Kiefergelenkes und bei umfassenden Zahnsanierungen und
Bißlagekorrekturen ist es notwendig, eine genaue Aufzeichnung
der Kiefergelenkbahnen durchzuführen.
Wir benutzen hierzu einen sogenannten Computeraxiographen
(Abb. links).
Die Informationen aus der Vermessung können zu einer
sehr genauen Einstellung des Gelenksimulators und zu einer
gezielten, therapeutischen Umgestaltung der Kauflächen
genutzt werden. Kiefergelenkanomalien und -erkrankungen können
so langfristig günstig beinflußt werden.
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Beispiel einer computergestützten
Gelenkbahnaufzeichnung.
Darstellung 1 und 4 zeigen die Bahnen des Kiefergelenkes
von der Seite betrachtet,
Darstellung 2 und 3 dienen zur Bestimmung einer optimalen
Kiefergelenklage. |
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Individuell im Gelenksimulator
gestaltete Kauflächen, hier aus Gold
Beläge und Zahnstein verfestigen sich im Laufe der Jahre,
wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden. Es bilden
sich Konkremente, eine der Zahnwurzel unter dem Zahnfleisch
fest anhaftende, steinharte Matrix aus Bakterien und Mineralien.
Konkremente bewirken zunächst eine Entzündung
des Zahnfleisches (Gingivitis), in einem späteren Stadium
kommt es zu einem Abbauprozeß des Knochens (Parodontitis/Parodontose).
Zahnfleischtaschen werden, wenn nichts dagegen unternommen
wird, so Jahr für Jahr etwas tiefer. Erst in der letzten
Phase kommt es zu einer Lockerung der Zähne.
Zahnärztliche Arbeiten müssen glatt anliegen und
insbesondere in den Zahnzwischenräumen (zum Beispiel
unterhalb von Brückengliedern) gut zu reinigen sein,
damit sich in Schmutznischen keine Konkremente bilden können.
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Links durch Zahnstein hervorgerufene
Zahnfleischentzündung (Gingivitis),
rechts durch Konkremente hervorgerufene Entzündung des
knöchernen Zahnhalteapparates (Parodontitis).
Zst = Zahnstein; Zfl = entzündetes
Zahnfleisch; Ko = Konkremente; Kn
= Knochenabbau (Parodontitis)
Die Entfernung von Konkrementen und Entzündungsgewebe
muß meist unter Lokalanästhesie (örtliche
Betäubung) erfolgen. Dabei gibt es Methoden, die völlig
schmerzfrei sind und bei denen auch kaum Nachbeschwerden zu
erwarten sind. In manchen Fällen kann es zu einer vorübergehenden
Empfindlichkeit von Zahnhälsen kommen.
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Parodontitis mit extremem
Knochenabbau. Das ursprüngliche Niveau des knöchernen
Zahnfaches ist markiert (Linie).
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