Dr. Wolfgang Meyer - Zahnarzt

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Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial

 


Material/Technik:

Bei Hybridmaterial handelt es sich um eine Kombination von herkömmlichem zahnärztlichen Kunststoff-Füllungsmaterial („Komposit“) mit keramischen Micro-Füllkörpern. Das Material zeichnet sich, weil es zu 60 – 70 Volumen-% aus Keramik besteht, durch eine sehr viel bessere Stabilität und Abriebfestigkeit als die bisherigen Komposite aus. Es wird direkt nach Entfernung der Karies in die entstehende Kavität (also das „Loch“) schichtweise eingebracht und mit Licht ausgehärtet.

Mögliche Verwendung:

Als Restauration nach der Beseitigung von Karies, wenn diese noch nicht zu ausgedehnt ist. Der natürliche Zahnschmelz kann dabei weitgehend erhalten bleiben (minimal-invasive Technik). Zum Ersatz kleiner Amalgamfüllungen und für kleinere Zahnzwischenraumkaries anstelle der sehr viel teureren Inays sehr gut geeignet.

Befestigung:

Ähnlich wie zur Befestigung von Vollkeramik-Restaurationen bewirkt die Schaffung eines Micro-Retentionsmusters (Aufrauhung) am Zahnschmelz einen festen Verbund zwischen Zahn und Füllung. Der Klebstoff selbst ist eine etwas flüssigere Variante des Hybrid-Materials und dringt vor dem Aushärten in das Micro-Retentionsmuster des Schmelzes ein.

Stabilität/Haltbarkeit:

Deutlich verbessert im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoff-Füllungsmaterialien. Bisherige Studien gehen von einer Haltbarkeit von 5 bis 15 Jahren aus.

Vorteile:

– zahnfarbenes Aussehen; die Natürlichkeit ist mit der keramischer Restaurationen vergleichbar.
– Maximaler Schmelzerhalt durch minimal-invasive Behandlungstechnik; für die Restauration selbst muss keine
   gesunde Zahnsubstanz entfernt werden, um zum Beispiel eine bestimmte Pass-Form zu erzielen.
– Wiederherstellung eines Zahnes in nur einer Sitzung
– geringe Kosten.

Nachteile:

Indikation ist beschränkt auf kleine Restaurationen.

Kosten:
Je nach Ausdehnung und Schwierigkeitsgrad 50 bis 200 Euro pro Füllung (umfasst das zahnärztliche Honorar und die Materialkosten, Laborkosten fallen bei dieser Technik nicht an).

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Alte Amalgamfüllung

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Ersatz durch Hybrid

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Freigelegte Zahnzwischenraumkaries am Backenzahn neben einer 10 Jahre alten Goldrestauration (Pfeil)

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Hybridfüllung nach Kariesentfernung

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Freigelegte Zahnzwischenraumkaries (2 Pfeile)

 
Minimal-Invasive Füllungstechnik mit Hybridmaterial


Restauration mit Hybrid

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