| |
Material/Technik:
Bei Hybridmaterial handelt es sich um eine Kombination
von herkömmlichem zahnärztlichen Kunststoff-Füllungsmaterial
(„Komposit“) mit keramischen Micro-Füllkörpern.
Das Material zeichnet sich, weil es zu 60 – 70 Volumen-% aus
Keramik besteht, durch eine sehr viel bessere Stabilität und
Abriebfestigkeit als die bisherigen Komposite aus. Es wird direkt
nach Entfernung der Karies in die entstehende Kavität (also
das „Loch“) schichtweise eingebracht und mit Licht ausgehärtet.
Mögliche Verwendung:
Als Restauration nach der Beseitigung von Karies, wenn diese noch
nicht zu ausgedehnt ist. Der natürliche Zahnschmelz kann dabei
weitgehend erhalten bleiben (minimal-invasive Technik). Zum Ersatz
kleiner Amalgamfüllungen und für kleinere Zahnzwischenraumkaries
anstelle der sehr viel teureren Inays sehr gut geeignet.
Befestigung:
Ähnlich wie zur Befestigung von Vollkeramik-Restaurationen
bewirkt die Schaffung eines Micro-Retentionsmusters (Aufrauhung)
am Zahnschmelz einen festen Verbund zwischen Zahn und Füllung.
Der Klebstoff selbst ist eine etwas flüssigere Variante des
Hybrid-Materials und dringt vor dem Aushärten in das Micro-Retentionsmuster
des Schmelzes ein.
Stabilität/Haltbarkeit:
Deutlich verbessert im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoff-Füllungsmaterialien.
Bisherige Studien gehen von einer Haltbarkeit von 5 bis 15 Jahren
aus.
Vorteile:
– zahnfarbenes Aussehen; die Natürlichkeit ist mit der
keramischer Restaurationen vergleichbar.
– Maximaler Schmelzerhalt durch minimal-invasive Behandlungstechnik;
für die Restauration selbst muss keine
gesunde Zahnsubstanz entfernt werden, um zum Beispiel
eine bestimmte Pass-Form zu erzielen.
– Wiederherstellung eines Zahnes in nur einer Sitzung
– geringe Kosten.
Nachteile:
Indikation ist beschränkt auf kleine Restaurationen.
Kosten:
Je nach Ausdehnung und Schwierigkeitsgrad 50 bis 200 Euro pro Füllung
(umfasst das zahnärztliche Honorar und die Materialkosten,
Laborkosten fallen bei dieser Technik nicht an).
|