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Präzisionsmaßnahmen / Unser
Qualitätsstandard |
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An einigen Beispielen möchten wir Ihnen erläutern, welchen
technischen Qualitätsstandard Sie
von uns erwarten können.
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Arbeiten unter Lupenvergrößerung:
Wir führen Behandlungen grundsätzlich unter Lupenvergrößerung
durch. Dies führt zu einer wesentlichen Präzisionssteigerung,
weil auch kleine Ungenauigkeiten, die langfristig zu einem Problem
werden könnten, sofort erkannt und korrigiert werden. Ob es
nun die Passgenauigkeit einer Krone, der Randübergang zwischen
Füllung und natürlicher Zahnsubstanz oder die Rauhtiefe
einer präparierten Zahnoberfläche ist, wer als Zahnarzt
einmal mit einer stark vergrößernden Lupe gearbeitet
hat, wird Ihnen bestätigen, dass das „eine ganz andere
Welt“ ist.
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Übertragung Ihrer individuellen Kieferverhältnisse
in einem Kiefergelenk- und Zusammenbiss- Simulator:
Zur Herstellung von zahnärztlichen Restaurationen wie zum
Beispiel Kronen, Brücken, Inlays und Teilkronen übertragen
wir Ihre individuellen zwischen Kiefergelenk und Kauflächen
bestehenden räumlichen und funktionellen Verhältnisse
auf einen Gelenksimulator. So können wir die Mahlbewegungen
Ihrer Zähne bei der Modellation von künstlichen Kauflächenanteilen
exakt reproduzieren.
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Für die langfristige Stabilität
der Zahnrestauration, des knöchernen Zahnfundamentes und die
Belastbarkeit des Kiefergelenkes ist dies von äußerster
Wichtigkeit, weil wir so in der Lage sind, Fehlkontakte und damit
Fehlbelastungen zu vermeiden. Auch für die Diagnostik und die
gezielte Veränderung eines mangelhaften Zusammenbisses oder
bestehender versteckter Fehlkontakte setzen wir individuelle Gelenksimulatoren
ein.
Abbildung Links: Gelenksimulator
Abbildung Links: Justierbuchse für die Einstellung
der individuellen Werte zur Bewegungssimulation der Kiefergelenke
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Bearbeitung der Zahnoberflächen (= Präparation)
für Kronen/Inlays/Teilkronen
mit feinstkörnigen Diamanten, Darstellung des Präparationsrandes:
Unter Präparation versteht man die Formgebung
des Zahnes für die spätere Eingliederung von Gold- und
Keramikrestaurationen. Von dieser Präparationsform werden Abdrücke
genommen, die wiederum zur Modellherstellung dienen. Der Zahntechniker
fertigt auf den so gewonnenen Modellen die Restaurationen zunächst
in Wachs. Diese Wachselemente werden dann durch ein mehrschrittiges
Verfahren in Gold- oder Keramikrestaurationen übertragen. Der
Techniker benötigt eine exakte Vorlage, damit auch er eine
hochpräzise Arbeit leisten kann. Von entscheidender Bedeutung
ist dabei, dass das Präparationsmodell absolut glatt ist und
keine Riefen aufweist, damit die Wachsmodellation beim Abziehen
vom Gipsmodell im Mikrobereich nicht geschädigt wird oder sich
gar im Ganzen verwindet. Die „Politur“ der Präparation
mit Super-Feinkorn-Diamanten (vergl. Abbildung unten) schafft deshalb
absolut glatte und saubere Oberflächen.
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Präparierdiamanten unterschiedlicher
Körner; mit dem rechten Feinstkorndiamanten erfolgt das Finish
der Präparation |
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Modell einer „sauberen“
Teilkronen-Präparation; die
zylindrischen Vertiefungen dienen der Versteifung und
Stabilisierung der Restauration
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Die Darstellung des Abschlussrandes der Präparation
ist ein weiterer „Schwachpunkt“, der die absolute Aufmerksamkeit
und Konzentration des Zahnarztes verlangt. In diesem Bereich kann
es sehr leicht zu Abdruckfehlern durch störendes Zahnfleisch,
Mikroblutungen oder Speichelschlieren kommen. Die Restauration passt
an dieser Stelle dann später nicht; die Randungenauigkeit verursacht
in der Regel Secundärkaries unter der Restauration, weil an
der Fehlerstelle der Einsetzzement sehr leicht auswäscht und
Bakterien eindringen können.
Mittels Baumwollfäden, die den Zahnbereich unterhalb des Abschlussrandes
trockenlegen und störendes Zahnfleisch beiseite drängen
wird ein in Zahnfleischrandnähe verlaufender Präparationsabschlussrand
für die Abdrücke vorbereitet. Falls nach wie vor keine
optimale räumliche Relation zwischen Präparations- und
Zahnfleischrand bestehen sollte, so wird dieser microchirurgisch
modelliert, das heißt ausgeformt.
Falls nach wie vor Micro-Blutungen die Qualität der Abdrücke
beeinflussen könnten, nehmen wir die Abdrücke in einer
späteren Sitzung und setzen zunächst die provisorische
Versorgung auf.
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Präparations-Modelle:
Die zahnfleischnahmen Ränder sind durch Fädenlegen und
Zahnfleischmodellation deutlich dargestellt (Pfeile), die Präparationsflächen
sind ausreichend glatt, der Techniker kann auf diesen Modelle gut
arbeiten
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alte Frontkronen mit insuffizienten
Kronenrändern, die eine Rötung und Entzündung
des Zahnfleischrandes verursachen (Pfeile)
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neue Frontkronen; die Kronen wirken
natürlich, der Zahnfleischrand wird
nicht mehr gereizt
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Mehrfach-Hydrokolloidabdrücke zur Abformung von präparierten
Zähnen:
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Abbildung Links:
Hydrokolloid-Abdruck für Teilkronen und Inlays
Hydrokolloid ist ein Abdruckmaterial, hergestellt auf Algenbasis,
welches sich durch eine hervorragende Detail-Darstellung auszeichnet.
Es bindet nicht durch eine chemische Reaktion ab, wie die weit verbreiteten
Silikone, sondern härtet durch Kühlung aus. Hydrokolloid
gilt weltweit als das hochwertigste Abdruckmaterial für zahnärztliche
Restaurationen, hat aber den Ruf, technisch schwer handhabbar zu
sein.
Wir formen die Zahnpräparationen jeweils dreifach ab, um Abformungsfehler,
die sich einschleichen könnten (z.B. ein den Abdruck verfälschendes
Luftbläschen oder ähnliches) durch Modellvergleich zu
entdecken. Außerdem führt der Zahntechniker auf den drei
hieraus gewonnenen Modellen jeweils verschiedene Arbeitsabläufe
aus; für jede Arbeitsphase soll er ein „frisches“,
unbenutztes Modell zur Verfügung haben.
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Naturidentische Farb- und Formgebung:
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Abbildung Links: Formgebung
zweier vorderer Seitenzähne; ein Unterschied zur Natur ist
nicht feststellbar
Bei zahnfarbenen Restaurationen ist es durch eine individuelle Farb-
und Strukturbestimmung möglich, den natürlichen Charakter
Ihres Zahnschmelzes zu imitieren. Neben der Beurteilung durch einen
spezialisierten Zahntechniker dienen hierzu photographische Aufnahmen
und Kiefermodelle.
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Zementieren:
Eine große Gefahr für mit Inlays und Teilkronen versorgte
Zähne ist, dass ein zunächst von Einsetzmaterial ausgefüllter
Randspalt zwischen Restauration und Zahnsubstanz durch Speichelwirkung
auswäscht oder durch mechanische Beanspruchung Micro-Risse
entstehen. Ein solcher Spalt oder Micro-Riss ist der mechanischen
Reinigung durch Bürste oder Zahnseide nicht zugänglich;
deshalb besteht hier die Gefahr der Kariesbildung.
Die Präzision des gesamten Behandlungs- und Herstellungsprozesses
ist zunächst einmal entscheidend für einen primär
möglichst geringen Randübergang. Dazu kommen spezielle
Einsetz-Verfahren, die die Genauigkeit erhöhen:
Bei Vollkeramik -Inlays und Teilkronen gibt es seit einigen Jahren
ein besonders stabiles Einsetz-Material, das sich durch einen hohen
Anteil an keramischen Micro-Füllkörpern auszeichnet (Hybrid).
Im Gegensatz zu früheren Methoden kann dieser „Einsetz-Kleber“
wegen seiner extrem hohen Stabilität kaum noch Micro- Risse
bilden oder gar auswaschen. Nachteil ist der sehr hohe technische
Aufwand beim Einsetz-Prozess.
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alte Gold- und Amalgamversorgung im
Unterkiefer- Seitenzahnbereich
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Neuversorgung mit Vollkeramik-Restaurationen
(Pfeile); die Einsetzränder sind weder tast- noch sichtbar
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Bei Gold-Restaurationen gelingt es
durch ein besonderes Zementierverfahren, den Spalt soweit zu minimieren,
dass ein Auswaschen des Zementes vermieden
werden kann: Durch Einsatz von rotierenden Instrumenten wird das
Gold im Übergangsbereich zum Zahnschmelz über den technisch
bedingten Mikrospalt „gezogen“. Diese spezielle Formung
des Goldrandes ist nur auf dem Zahn selbst und nicht auf einem Gipsmodell
möglich.
Goldrestaurationen, die nach der beschriebenen Methode eingesetzt
sind. Eine weisse Zementrille, die später auswäscht und
damit zu Secundärkaries führen kann, ist nicht sichtbar.
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Abbildung links: Inlays
(In) und Teilkronen (TK) im Seitenzahn-bereich: Die Goldrestaurationen
können so gestaltet werden, wie es die Statik und die Defekte
des Zahnes erfordern. Bei Zähnen mit mehreren Höckern
sind Mischformen zwischen Inlay und Onlay - je nach Stabilität
der einzelnen Höcker - möglich. |
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Darstellung links:
Onlay und Inlay im Querschnitt
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Dies sind nur einige von vielen Maßnahmen, die eine besondere
Qualität einer zahnärztlichen Versorgung bedingen. Neben
handwerklicher Präzision spielt natürlich auch die sorgfältige
Erstuntersuchung und Diagnostik sowie eine systematische Behandlungsplanung
eine große Rolle. Im Bereich der Zahnheilkunde lohnt sich
der Zeitaufwand, der zum Erreichen dieser Qualität erforderlich
ist: Eine geringere Haltbarkeit und damit frühere Neuanfertigung
einer Arbeit ist immer viel zeitaufwendiger und damit teuerer als
eine primär hochqualitative Versorgung.
Leider ist den Erstattungsstellen häufig nicht bewusst, dass
es – wie bei jedem Handwerk – große Unterschiede
in der zahnärztlichen Qualität gibt.
Der Aufwand für die Beiseitigung von Folgeschäden, die
durch mangelnde Exaktheit verursacht wurden, beträgt oft ein
Mehrfaches des Aufwandes für die Erstversorgung. Es ist deshalb
nicht nur langfristig wirtschaftlich, sondern auch für den
Zahnerhalt medizinisch sinnvoll, wenn bestimmte Präzisionsmaßnahmen
trotz des damit verbundenen Mehraufwandes von Anfang an erfolgen.
Druck durch die gesetzlichen Krankenkassen aber mittlerweile auch
durch Privaterstatter bewirkt sicherlich häufig den Weg des
„geringsten Widerstandes“ zu gehen: Mit gegenüber
Erstattern problemloseren Durchschnitts-Sätzen zu liquidieren
und einige Präzisionsschritte entfallen zu lassen beschleunigt
die Behandlung, erfordert weniger Aufklärungsgespräche
mit dem Patienten und erspart so manchen nachfolgenden zeitaufwändigen
Schriftverkehr zwischen Zahnarzt und Erstatter. Manche Erstattungsstellen
honorieren dies häufig sogar mit Tipps an ihre Kunden, welcher
Zahnarzt der „preiswertere“ ist. Wir halten diese Politik
für völlig verfehlt. Ob eine zahnärztliche Restauration
preiswert – im wahrsten Sinne des Wortes – ist, lässt
sich eben nicht ausschließlich an der Rechnungshöhe erkennen,
sondern der Erstatter müsste ebenfalls die Qualität der
Versorgung in Augenschein nehmen. Einfache Tests ermöglichen
es, eine Arbeit als hervorragend, gut, mittel, schlecht oder sehr
schlecht zu klassifizieren. Im Gegensatz zu anderen medizinischen
Bereichen ist dies in der Zahnheilkunde einfach und objektiv möglich.
Unser Tipp: Ermuntern Sie Ihre Erstattungsstelle, die Qualität
der von uns eingesetzten Arbeit zu beurteilen.
Wir möchten ausdrücklich zur „Kontrolle“ unserer
Arbeiten auffordern!
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