Dr. Wolfgang Meyer - Zahnarzt

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Präzisionsmaßnahmen / Unser Qualitätsstandard

 


An einigen Beispielen möchten wir Ihnen erläutern, welchen technischen Qualitätsstandard Sie von uns erwarten können.

 
Arbeiten unter Lupenvergrößerung


Arbeiten unter Lupenvergrößerung:
Wir führen Behandlungen grundsätzlich unter Lupenvergrößerung durch. Dies führt zu einer wesentlichen Präzisionssteigerung, weil auch kleine Ungenauigkeiten, die langfristig zu einem Problem werden könnten, sofort erkannt und korrigiert werden. Ob es nun die Passgenauigkeit einer Krone, der Randübergang zwischen Füllung und natürlicher Zahnsubstanz oder die Rauhtiefe einer präparierten Zahnoberfläche ist, wer als Zahnarzt einmal mit einer stark vergrößernden Lupe gearbeitet hat, wird Ihnen bestätigen, dass das „eine ganz andere Welt“ ist.

 

Übertragung Ihrer individuellen Kieferverhältnisse in einem Kiefergelenk- und Zusammenbiss- Simulator:

Zur Herstellung von zahnärztlichen Restaurationen wie zum Beispiel Kronen, Brücken, Inlays und Teilkronen übertragen wir Ihre individuellen zwischen Kiefergelenk und Kauflächen bestehenden räumlichen und funktionellen Verhältnisse auf einen Gelenksimulator. So können wir die Mahlbewegungen Ihrer Zähne bei der Modellation von künstlichen Kauflächenanteilen exakt reproduzieren.

 
Gelenksimulator

Justierbuchse für die Einstellung der individuellen Werte zur Bewegungssimulation der Kiefergelenke


Für die langfristige Stabilität der Zahnrestauration, des knöchernen Zahnfundamentes und die Belastbarkeit des Kiefergelenkes ist dies von äußerster Wichtigkeit, weil wir so in der Lage sind, Fehlkontakte und damit Fehlbelastungen zu vermeiden. Auch für die Diagnostik und die gezielte Veränderung eines mangelhaften Zusammenbisses oder bestehender versteckter Fehlkontakte setzen wir individuelle Gelenksimulatoren ein.

Abbildung Links: Gelenksimulator


Abbildung Links: Justierbuchse für die Einstellung der individuellen Werte zur Bewegungssimulation der Kiefergelenke

 

Bearbeitung der Zahnoberflächen (= Präparation) für Kronen/Inlays/Teilkronen mit feinstkörnigen Diamanten, Darstellung des Präparationsrandes:

Unter Präparation versteht man die Formgebung des Zahnes für die spätere Eingliederung von Gold- und Keramikrestaurationen. Von dieser Präparationsform werden Abdrücke genommen, die wiederum zur Modellherstellung dienen. Der Zahntechniker fertigt auf den so gewonnenen Modellen die Restaurationen zunächst in Wachs. Diese Wachselemente werden dann durch ein mehrschrittiges Verfahren in Gold- oder Keramikrestaurationen übertragen. Der Techniker benötigt eine exakte Vorlage, damit auch er eine hochpräzise Arbeit leisten kann. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass das Präparationsmodell absolut glatt ist und keine Riefen aufweist, damit die Wachsmodellation beim Abziehen vom Gipsmodell im Mikrobereich nicht geschädigt wird oder sich gar im Ganzen verwindet. Die „Politur“ der Präparation mit Super-Feinkorn-Diamanten (vergl. Abbildung unten) schafft deshalb absolut glatte und saubere Oberflächen.

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Präparierdiamanten unterschiedlicher Körner; mit dem rechten Feinstkorndiamanten erfolgt das Finish der Präparation

 


Modell einer „sauberen“ Teilkronen-Präparation; die zylindrischen Vertiefungen dienen der Versteifung und Stabilisierung der Restauration

 

Die Darstellung des Abschlussrandes der Präparation ist ein weiterer „Schwachpunkt“, der die absolute Aufmerksamkeit und Konzentration des Zahnarztes verlangt. In diesem Bereich kann es sehr leicht zu Abdruckfehlern durch störendes Zahnfleisch, Mikroblutungen oder Speichelschlieren kommen. Die Restauration passt an dieser Stelle dann später nicht; die Randungenauigkeit verursacht in der Regel Secundärkaries unter der Restauration, weil an der Fehlerstelle der Einsetzzement sehr leicht auswäscht und Bakterien eindringen können.

Mittels Baumwollfäden, die den Zahnbereich unterhalb des Abschlussrandes trockenlegen und störendes Zahnfleisch beiseite drängen wird ein in Zahnfleischrandnähe verlaufender Präparationsabschlussrand für die Abdrücke vorbereitet. Falls nach wie vor keine optimale räumliche Relation zwischen Präparations- und Zahnfleischrand bestehen sollte, so wird dieser microchirurgisch modelliert, das heißt ausgeformt.

Falls nach wie vor Micro-Blutungen die Qualität der Abdrücke beeinflussen könnten, nehmen wir die Abdrücke in einer späteren Sitzung und setzen zunächst die provisorische Versorgung auf.


 


 
 

Präparations-Modelle: Die zahnfleischnahmen Ränder sind durch Fädenlegen und Zahnfleischmodellation deutlich dargestellt (Pfeile), die Präparationsflächen sind ausreichend glatt, der Techniker kann auf diesen Modelle gut arbeiten

 
 
 

alte Frontkronen mit insuffizienten    Kronenrändern, die eine Rötung und    Entzündung des Zahnfleischrandes    verursachen (Pfeile)

 

neue Frontkronen; die Kronen wirken
natürlich, der Zahnfleischrand wird
nicht mehr gereizt

 


Mehrfach-Hydrokolloidabdrücke zur Abformung von präparierten Zähnen:


 


Abbildung Links: Hydrokolloid-Abdruck für Teilkronen und Inlays

Hydrokolloid ist ein Abdruckmaterial, hergestellt auf Algenbasis, welches sich durch eine hervorragende Detail-Darstellung auszeichnet. Es bindet nicht durch eine chemische Reaktion ab, wie die weit verbreiteten Silikone, sondern härtet durch Kühlung aus. Hydrokolloid gilt weltweit als das hochwertigste Abdruckmaterial für zahnärztliche Restaurationen, hat aber den Ruf, technisch schwer handhabbar zu sein.

Wir formen die Zahnpräparationen jeweils dreifach ab, um Abformungsfehler, die sich einschleichen könnten (z.B. ein den Abdruck verfälschendes Luftbläschen oder ähnliches) durch Modellvergleich zu entdecken. Außerdem führt der Zahntechniker auf den drei hieraus gewonnenen Modellen jeweils verschiedene Arbeitsabläufe aus; für jede Arbeitsphase soll er ein „frisches“, unbenutztes Modell zur Verfügung haben.

 


Naturidentische Farb- und Formgebung:


 

Abbildung Links: Formgebung zweier vorderer Seitenzähne; ein Unterschied zur Natur ist nicht feststellbar

Bei zahnfarbenen Restaurationen ist es durch eine individuelle Farb- und Strukturbestimmung möglich, den natürlichen Charakter Ihres Zahnschmelzes zu imitieren. Neben der Beurteilung durch einen spezialisierten Zahntechniker dienen hierzu photographische Aufnahmen und Kiefermodelle.


 


Zementieren:


Eine große Gefahr für mit Inlays und Teilkronen versorgte Zähne ist, dass ein zunächst von Einsetzmaterial ausgefüllter Randspalt zwischen Restauration und Zahnsubstanz durch Speichelwirkung auswäscht oder durch mechanische Beanspruchung Micro-Risse entstehen. Ein solcher Spalt oder Micro-Riss ist der mechanischen Reinigung durch Bürste oder Zahnseide nicht zugänglich; deshalb besteht hier die Gefahr der Kariesbildung.

Die Präzision des gesamten Behandlungs- und Herstellungsprozesses ist zunächst einmal entscheidend für einen primär möglichst geringen Randübergang. Dazu kommen spezielle Einsetz-Verfahren, die die Genauigkeit erhöhen:

Bei Vollkeramik -Inlays und Teilkronen gibt es seit einigen Jahren ein besonders stabiles Einsetz-Material, das sich durch einen hohen Anteil an keramischen Micro-Füllkörpern auszeichnet (Hybrid). Im Gegensatz zu früheren Methoden kann dieser „Einsetz-Kleber“ wegen seiner extrem hohen Stabilität kaum noch Micro- Risse bilden oder gar auswaschen. Nachteil ist der sehr hohe technische Aufwand beim Einsetz-Prozess.

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alte Gold- und Amalgamversorgung im Unterkiefer- Seitenzahnbereich


 


Neuversorgung mit Vollkeramik-Restaurationen (Pfeile); die Einsetzränder sind weder tast- noch sichtbar

 

Bei Gold-Restaurationen gelingt es durch ein besonderes Zementierverfahren, den Spalt soweit zu minimieren, dass ein Auswaschen des Zementes vermieden
werden kann: Durch Einsatz von rotierenden Instrumenten wird das Gold im Übergangsbereich zum Zahnschmelz über den technisch bedingten Mikrospalt „gezogen“. Diese spezielle Formung des Goldrandes ist nur auf dem Zahn selbst und nicht auf einem Gipsmodell möglich.

Goldrestaurationen, die nach der beschriebenen Methode eingesetzt sind. Eine weisse Zementrille, die später auswäscht und damit zu Secundärkaries führen kann, ist nicht sichtbar.

 


Abbildung links: Inlays (In) und Teilkronen (TK) im Seitenzahn-bereich: Die Goldrestaurationen können so gestaltet werden, wie es die Statik und die Defekte des Zahnes erfordern. Bei Zähnen mit mehreren Höckern sind Mischformen zwischen Inlay und Onlay - je nach Stabilität der einzelnen Höcker - möglich.

 


Darstellung links:
Onlay und Inlay im Querschnitt

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Dies sind nur einige von vielen Maßnahmen, die eine besondere Qualität einer zahnärztlichen Versorgung bedingen. Neben handwerklicher Präzision spielt natürlich auch die sorgfältige Erstuntersuchung und Diagnostik sowie eine systematische Behandlungsplanung eine große Rolle. Im Bereich der Zahnheilkunde lohnt sich der Zeitaufwand, der zum Erreichen dieser Qualität erforderlich ist: Eine geringere Haltbarkeit und damit frühere Neuanfertigung einer Arbeit ist immer viel zeitaufwendiger und damit teuerer als eine primär hochqualitative Versorgung.

Leider ist den Erstattungsstellen häufig nicht bewusst, dass es – wie bei jedem Handwerk – große Unterschiede in der zahnärztlichen Qualität gibt.

Der Aufwand für die Beiseitigung von Folgeschäden, die durch mangelnde Exaktheit verursacht wurden, beträgt oft ein Mehrfaches des Aufwandes für die Erstversorgung. Es ist deshalb nicht nur langfristig wirtschaftlich, sondern auch für den Zahnerhalt medizinisch sinnvoll, wenn bestimmte Präzisionsmaßnahmen trotz des damit verbundenen Mehraufwandes von Anfang an erfolgen.

Druck durch die gesetzlichen Krankenkassen aber mittlerweile auch durch Privaterstatter bewirkt sicherlich häufig den Weg des „geringsten Widerstandes“ zu gehen: Mit gegenüber Erstattern problemloseren Durchschnitts-Sätzen zu liquidieren und einige Präzisionsschritte entfallen zu lassen beschleunigt die Behandlung, erfordert weniger Aufklärungsgespräche mit dem Patienten und erspart so manchen nachfolgenden zeitaufwändigen Schriftverkehr zwischen Zahnarzt und Erstatter. Manche Erstattungsstellen honorieren dies häufig sogar mit Tipps an ihre Kunden, welcher Zahnarzt der „preiswertere“ ist. Wir halten diese Politik für völlig verfehlt. Ob eine zahnärztliche Restauration preiswert – im wahrsten Sinne des Wortes – ist, lässt sich eben nicht ausschließlich an der Rechnungshöhe erkennen, sondern der Erstatter müsste ebenfalls die Qualität der Versorgung in Augenschein nehmen. Einfache Tests ermöglichen es, eine Arbeit als hervorragend, gut, mittel, schlecht oder sehr schlecht zu klassifizieren. Im Gegensatz zu anderen medizinischen Bereichen ist dies in der Zahnheilkunde einfach und objektiv möglich.

Unser Tipp: Ermuntern Sie Ihre Erstattungsstelle, die Qualität der von uns eingesetzten Arbeit zu beurteilen.
Wir möchten ausdrücklich zur „Kontrolle“ unserer Arbeiten auffordern!


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